Historie

Der ehemalige Fliegerhorst ist sicher einer der weniger bekannten Plätze. Ein Grund ist sicherlich in der Tatsache begründet, dass der Platz eigentlich nie die Heimat eines bekannten Geschwaders war oder eine bedeutende Rolle im Luftkriegsgeschehen des 2. Weltkrieges gespielt hat. Trotzdem ist Crailsheim eine nähere Betrachtung und einen Besuch wert. Der Bau des Fliegerhorstes Crailsheim begann 1935 auf einem freien Gelände westlich von Crailsheim, zwischen dem Bahnhof und der Gemeinde Roßfeld. Auf diesem Gelände lag das landwirtschaftliche Anwesen "Falkenhof", nach dem der Platz seinen Beinamen erhielt. Der Bau des Fliegerhorstes ging zügig voran und schloß neben Flugzeughangars, Flugleitung und Feuerwehr auch massiv ausgeführte Unterkünfte und einen KFZ- Hof ein. Um die Familien der zuversetzten Soldaten unterbringen zu können wurde eine neue Wohnsiedlung errichtet. Per 1.10.1937 wurde vom Reichsluftfahrtministerium die Aufstellung einer Fliegerhorstkommandantur befohlen. Ein ständiger Verband wurde jedoch zunächst noch nicht in Crailsheim stationiert. Statt dessen wurden immer wieder Verbände kurzzeitig auf den Platz verlegt.

1935 Anlegung eines Militärflugplatzes (Crailsheim wird Garnisonsstadt). Bau des Fliegerhorstes Crailsheim mit Flugzeughangars, Flugleitung und Feuerwehr Unterkünfte und einen KFZ- Hof.
1938 Das Fliegerausbildungsregiment 43. wurdet stationiert
1939 Die Flugzeugführerschule (FFS) A/B 43 in Crailsheim aufgestellt und
1945 Kriegsende und Auflösung des Fliegerhorsts
1945 Unterkünfte sowohl durch sogenannte Displaced Persons (DPs) als auch durch wohnungslose Crailsheimer genutzt. In Hallen und anderen Zweckgebäuden richteten sich Werkstätten und Betriebe ein. bis zum Wiederaufbau der Stadt wurden auch Behörden und Schulen auf dem Fliegerhorst einquartiert
1951 die McKee- Barracks wurden auf dem ehemaligen Flugbetriebsgelände errichtet.
1957 Die noch erhaltenen Flugzeughallen sowie der KFZ- Bereich und andere Liegenschaften wurden durch die Bundeswehr für ein Depot genutzt. Das Depot wurde in zwei Etappen aufgelöst:
1995 Auflösung des Südbereich, mit "Pulverfässle" und Hangar 2
1999 Auflösung der Nordbereich.
2005 Eröffnung Automobil Forum nachdem der Hangar 2 fast 10 Jahr unbenutzt war Nutzung als Autohaus und Eventhalle
2006 Private Veranstaltungsreihe "Kultur im Hangar" startet
2013 Umbau zur prefekten Eventhalle